
FÜR COTTBUS. FÜR DICH.
Cottbus/Chóśebuz soll als Lebens- und Wohlfühlort
Liebe Bürgerinnen und Bürger,
lassen Sie uns die Zukunft unserer Stadt gemeinsam gestalten – mit Mut, Zuversicht und klaren Visionen. So können wir den vielfältigen Herausforderungen unserer Zeit entschlossen begegnen. Wir stehen für eine tolerante und weltoffene Stadt, die sich ihrer Geschichte bewusst ist und Verantwortung für morgen übernimmt.
Cottbus/Chóśebuz ist Bildungs-, Sport-, Universitäts- und Kulturstadt mit Willkommenskultur.
Bildung
Gutes schulisches Lernen, eine gute Berufsausbildung oder auch das Studium in den vielfältigen Richtungen, die Cottbus bietet, sichern Fachkräfte für unsere Zukunft. Fundiertes und vielseitiges Fachwissen ist die Grundlage für wirtschaftliches Wachstum. Gute Bildung fängt in unseren zahlreichen Kindertagesstätten an. Für einen guten individuellen Bildungsstart ist es wichtig, dass die Kinder unserer Stadt vor dem Schuleintritt eine Kita besuchen können. Dafür halten wir entsprechende Kapazitäten vor. Mögliche Bildungsbedarfe können so erkannt und ein guter Start in die Schulbildung erleichtert werden. Unterstützend dazu sehen wir die Notwendigkeit, den in Kindertagesstätten bestehenden Bedarf an Hilfen für Familien durch Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter oder anderes Personal zu benennen und zu ermöglichen. Uns ist wichtig, dass Integration, frühes Lernen und Unterstützung der Familien schon ab den “Kinderschuhen” gelingen.
Auch der Weg zu den Einrichtungen muss für alle Kinder sicher gestaltet sein. Alle Grundschulkinder müssen gut aus der Frühbetreuung in die Schule und aus der Schule in die Nachmittagsbetreuung gelangen. Hier liegt eine gemeinsame Verantwortung von Schule, Hort und Stadt.
Gute und ausreichend Lehrkräfte an unseren Schulen sind uns enorm wichtig. Deshalb setzen wir uns dafür ein, benötigtes Lehrerpersonal in unsere Stadt zu holen und langfristig dem demografischen Wandel „an der Tafel“ entgegenzuwirken.
Alle Kinder sollen gemeinsam lernen können. Dabei wird es notwendig werden, dass Cottbus/Chóśebuz eine weitere Gesamtschule oder eine andere weiterführende Schule erhält. Damit wird das Bildungsangebot nach der Grundschule einerseits vielfältig gestaltet und andererseits können ausreichende und attraktive Schulplätze auch außerhalb der Gymnasien zur Verfügung gestellt werden.
Die Weiterführung des Schulentwicklungsplans muss fristgerecht und pünktlich erfolgen. Die Fertigstellung des neuen Grundschulzentrums in Ströbitz hat Priorität. Kitas, Horte und auch Schulen benötigen in Ausstattung, Personal und Gebäudestruktur bestmögliche Verhältnisse. Gute Lernorte mit fachlichem Hintergrund sind Orte, an denen Kinder sich gerne aufhalten und die ihnen gebotenen Möglichkeiten nutzen. Dabei werden alle Schulen weiter mit zeitgemäßer Informations- und Kommunikationstechnik ausgestattet und die Standorte selbst bestmöglich an das Internet angeschlossen. Auf Möglichkeiten zur Sprachausbildung von Kindern und Jugendlichen in Sorbisch/Wendischer und Polnischer Sprache werden wir weiterhin ein besonderes Augenmerk legen.
Cottbus ist auch ein Ort des lebenslangen Lernens, in dem sich alle Altersgruppen jeder Zeit weiterbilden können. Dafür werden wir die Volkshochschule und die Stadt- und Regionalbibliothek (Lernzentrum) stärken.
Kultur
Cottbus/Chóśebuz hat vielfältige und hochwertige Angebote. Kultur ist hier gut erlebbar. Der Erhalt – und wo möglich der Ausbau – ist für uns selbstverständlich.
Die heutigen kulturellen Einrichtungen, wie zum Beispiel Theater, Lichtspielhäuser, Einrichtungen der Sorbisch/Wendischen Kultur und Sprache, Musik, Veranstaltungen fürs gesellschaftliche Leben und gerade auch die Einrichtungen für Kinder- und Jugendfreizeit müssen erhalten bleiben und allen Cottbuserinnen und Cottbusern zugänglich sein. Wir werden prüfen, in welchen familiären Verhältnissen, zum Beispiel Viel-Kinder-Familien, oder sozialen Situationen, besser unterstützt und attraktivere Angebote gemacht werden können. Gezielte Investitionen sollen den kulturellen Reichtum erweitern und die Vielfalt und Qualität erhalten.
Wir setzen uns für Räume und Orte für die Freizeitkultur Jugendlicher und junger Erwachsener ein.
Lebensort
Cottbus/Chóśebuz als Lebensmittelpunkt ist und soll attraktiv bleiben. „Zusammen“ ist das Motto.
Zuwanderung bietet interkulturelles Leben. Diese Bereicherung und die Potentiale, die Menschen aus allen Teilen der Welt mit sich bringen, sollen unsere Stadt schöner machen. Dabei trägt eine gute soziale Vielfalt in den Quartieren zum Gelingen einer guten Integration bei. Gute Integration ist für uns gemeinsames und respektvolles Miteinander. Dazu gehören sowohl die gegenseitige Rücksichtnahme als auch die Einhaltung von Recht und Ordnung.
Cottbus/Chóśebuz ist auch über die Grenzen hinaus als Sportstadt und als grüne Stadt bekannt. Wir haben wunderbare Trainings- und Wettkampfbedingungen und viele Freizeitmöglichkeiten. Investitionen in die städtischen Sportanlagen zum Ausbau, zum Erhalt und zur Weiterentwicklung – beispielsweise zur Barrierefreiheit – sind uns genauso wichtig, wie auch die weitere Unterstützung der Vereine beispielsweise mittels Zuschüssen oder auch durch die kostenfreie Nutzung der Sportstätten und Turnhallen.
Auch für den individuellen Freizeitbereich ist uns die Nutzbarkeit der Parkanlagen und Sportplätze wichtig.
Wir setzen uns für geeignete Flächen für Hundeauslaufwiesen gegebenenfalls mit entsprechender Einzäunung als Schutz zu Straßen ein. In jedem Stadtteil sollte idealerweise eine zentrale, sichere und ausreichend große Auslauffläche für Tierliebhaber zur Verfügung gestellt werden können.
Wir sichern die grünen Lungen der Stadt mit ihren Funktionen als Gebiete der naturnahen Erholung und der Artenvielfalt. Wir setzen uns für die Schonung der natürlichen Ressourcen (Schwammstadt) genauso ein, wie für den Erhalt und das Fortbestehen von (Klein-)Gärten.
Ehrenamt
Viele Bürgerinnen und Bürger unserer Stadt engagieren sich freiwillig für Menschen oder Institutionen unserer Stadt.
Vereine, Verbände, Kirchen und allen voran die Freiwilligen Feuerwehren leisten wertvolle Arbeit für die Allgemeinheit und für unsere Kinder und Jugendlichen. Die beste Unterstützung liegt hier in finanziellen und räumlichen Mitteln. Zusätzlich wollen wir, dass ehrenamtliches Engagement auch wertgeschätzt wird. Dies kann in Form von Ehrenamtsgutscheinen sein, mit denen als kleines Dankeschön kostenfreier Eintritt zu Kultur- und Freizeiteinrichtungen erfolgen kann.
Gute Arbeit
Für die SPD steht der Erhalt und der Ausbau von guten Arbeitsplätzen im Zentrum der Wirtschaftspolitik. Wir werden weiter die Ansiedlung und Transformation von Unternehmen unterstützen, in denen gut bezahlt wird sowie mitbestimmt und nachhaltig gearbeitet werden kann.
Kommunalpolitik kann an vielen Stellen zu einer besseren Arbeitswelt beitragen, denn gutes Arbeiten braucht gute Rahmenbedingungen.
Wir wollen die Wege zwischen Arbeit und Wohnen kurz und gut erreichbar halten. Wir schaffen einen guten öffentlichen Verkehr, ausgebaute Radwege und leiten den privaten Verkehr so, dass Staus reduziert werden.
Informationen über Cottbuser Angebote zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf müssen leicht gefunden werden. Dies funktioniert bereits gut über die Familienlotsen. Flexible Arbeitszeiten benötigen flexible Kitazeiten. Um die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu verbessern, muss es mehr wohnortnahe Kitas geben, deren Öffnungszeiten den Bedürfnissen von Schichtarbeiterinnen und -arbeitern oder Alleinerziehenden entsprechen.
Strukturentwicklung
Der Kohleausstieg bringt Strukturwandelmittel in die Region, die bereits jetzt zu vielen Ansiedlungen von Forschungseinrichtungen geführt haben. Auch das Instandhaltungswerk der Bahn, die Universitätsmedizin und der Lausitz Science Park sind Leuchtturmprojekte des Strukturwandels, die Cottbus/Chóśebuz auf der bundesdeutschen Landkarte wieder mehr Bedeutung und Sichtbarkeit verleihen. Wir werden uns weiterhin dafür einsetzen, dass in den Strukturwandelwerkstätten Projekte auf den Weg gebracht werden, die unsere Stadt lebenswerter und touristisch attraktiver gestalten und ihr positive wirtschaftliche Effekten verleihen.
Wir sind stolz, dass es gelungen ist, den Grundstein dafür zu legen, das Carl-Thiem- Klinikum zu einer der wenigen Universitätskliniken in Deutschland weiterzuentwickeln. Eine weitere Hochschule – neben unserer Brandenburgischen Technischen Universität – wird unserer Stadt gut zu Gesicht stehen und internationale Fachkräfte für die Medizin der Zukunft nach Cottbus/Chóśebuz holen.
Die Wahrheit hinter den Ansiedlungen ist jedoch auch, dass das Ringen um Arbeits- und Fachkräfte auf dem Arbeitsmarkt stärker wird. Wir sehen hier vor allem vier Ansätze, um
diese Wachstumsschmerzen zu lindern. Zum einen werden wir weiterhin durch passgenaue Weiterbildungs- und Entwicklungsmaßnahmen Arbeitsuchende dabei unterstützen, nachhaltig ihren Weg in den ersten Arbeitsmarkt zu finden. Jungen Menschen wollen wir eine attraktive Bleibeperspektive vermitteln und sie langfristig an ihre Heimat binden. Das gilt auch für die Studierenden an der BTU, die fast zur Hälfte nicht aus Deutschland kommen. Inländische und ausländische Arbeits- und Fachkräfte werden wir durch Kampagnen mit Strahlkraft (Boomtown) und mit der Wahrnehmung der Kümmererfunktion der Stadt vor allem durch das Welcome Center gewinnen. Wir machen uns für eine gute infrastrukturelle Anbindung der Stadt stark. Nicht alle Menschen, die in Cottbus/Chóśebuz beschäftigt sind, müssen hier wohnen, aber Jede und Jeder sollte auf kurzen Wegen in die Stadt finden.
Die Energiewende werden wir aktiv begleiten. Die Gewinnung von erneuerbarer Energie wollen wir wohnortverträglich unterstützen und zur Sicherung bezahlbarer (Fern-)Wärme an neuen Konzepten mitwirken.
Wirtschaft und Digitalisierung
Cottbus/Chóśebuz ist ein attraktiver Wirtschaftsstandort. Dafür stehen auch die circa 7.000 Unternehmen, die im Gewerbe und Handwerk der Stadt zusammen mit den vielen Menschen in den freien Berufen ein vielfältiges Gesicht verleihen und Arbeitsplätze für die Menschen in der Großstadt und die Anrainer bieten.
Ob Corona-Krise, Energiekrise, Kriegsauswirkungen wie Lieferengpässe – viele Unternehmen der Region hangeln sich von Krise zu Krise und brauchen Luft zum Atmen. Wir wollen die Cottbuser Unternehmen dabei unterstützen, Zeit für die wirklich wichtigen Dinge zu haben. Dazu werden wir sie von bürokratischen Hürden entlasten und Prozesse verschlanken. Ein erster Schritt dahin ist die Digitalisierung von Genehmigungsprozessen ohne Medienbrüche. Davon werden auch die Cottbuserinnen und Cottbuser profitieren, wenn sie beispielsweise ihr Kfz oder ihre Wohnung ummelden möchten. Wir werden laufend überprüfen, ob und inwieweit Maßnahmen zur Erprobung von Künstlicher Intelligenz in der Stadtverwaltung sinnvoll sein können.
Unser Anspruch ist es, nicht von Innovationen abgehängt zu werden, denn Attraktivität als städtischer Arbeitgeber oder Wirtschaftspartner heißt auch, Entwicklungen zu begleiten und zu verstetigen.
Wir wollen nicht nur über die Wirtschaft sprechen, wir gehen mit ihr in den Dialog. Regelmäßiger Austausch mit Unternehmen, Kammern, Verbänden und Gewerkschaften ist für uns selbstverständlich und der beste Weg, um gemeinsam die besten Lösungen für die Stadt zu finden.
Seit 2024 ist die Stadt nicht mehr an die Regeln der Haushaltssicherung gebunden. Daraus entstehen neue Freiheiten bei Investitionen, aber auch eine große Verantwortung gegenüber Bürgerinnen und Bürgern sowie der Wirtschaft. Wir werden uns dafür einsetzen, dass Investitionen nicht nach dem Gießkannenprinzip erfolgen, sondern wichtige Steuerungsimpulse für zentrale Entwicklungsknoten der Stadt setzen. Dabei gilt: Cottbus/Chóśebuz ist mehr als „die Sprem“. Wir werden alle Stadt- und Ortsteile im Blick behalten und entwickeln und dabei auch die Sorbisch/Wendischen Traditionen in unseren Stadt- und Ortsteilen bewahren.
Stadt als Arbeitgeber
Mehr als 1.500 Menschen arbeiten in der Stadtverwaltung. Dazu kommen noch viele weitere Menschen, die in städtischen Betrieben arbeiten. Die Stadt konkurriert mit der Wirtschaft um die besten Fachkräfte. Wir wollen attraktiver Arbeitgeber bleiben und uns zukunftssicher aufstellen, damit die Stadt ihre Aufgaben als Dienstleisterin für die Bürgerinnen und Bürger optimal erfüllen kann.
Alle kommunalen Arbeiten sind fair zu entlohnen. Wir haben die (Teil-) Rekommunalisierung der Abfallwirtschaft begonnen. Wir beabsichtigen nicht, städtische Leistungen zu privatisieren. Wir sprechen uns für die Errichtung eines städtischen Bauhofes aus.
Kommunale Vorsorge gehört aus unserer Sicht nicht in private Hand zur Gewinnmaximierung.
Wohnen
Der Wohnungsmarkt in der Stadt ist angespannt, die Preise sind in den letzten Jahren stetig gestiegen. Der Zuzug von Menschen im Rahmen der Strukturentwicklungsmaßnahmen erhöht dabei weiter den Druck auf den Wohnungsmarkt. Daneben sind auch Cottbuserinnen und Cottbuser zunehmend von Altersarmut betroffen.
Die Schaffung von bedarfsgerechtem und bezahlbarem Wohnraum (zum Beispiel durch genossenschaftliches Bauen) hat oberste Priorität. Dazu gehört auch die Ausweisung neuer Wohnbauflächen. Den Prozess der Erstellung eines neuen, qualifizierten Mietspiegels werden wir kritisch und konstruktiv begleiten und dafür Sorge tragen, dass er so zeitnah wie möglich zum Abschluss gebracht wird. Wir setzen uns dafür ein, dass die Mietpreisbremse und die reduzierte Kappungsgrenze in Cottbus/Chóśebuz Anwendung finden.
Wir werden auf die Wohnungsbaugesellschaften in der Stadt zugehen, um Konzepte zur sozialen Durchmischung in den Stadtteilen zu entwickeln. Beim Erschließen neuer Wohngebiete ist die soziale Infrastruktur mitzudenken. Schulen, Kitas, Gewerbe, Erholungsmöglichkeiten und medizinische Versorgung müssen wohnortnah zur Verfügung stehen. Cottbus/Chóśebuz hat bereits viele schöne öffentliche Orte, an denen die Menschen zusammenkommen können, ohne zum Konsum verpflichtet zu sein. So geht Teilhabe. Daran müssen wir weiterhin anknüpfen.
Öffentlicher Nahverkehr
Was wäre Cottbus/Chóśebuz ohne seine Straßenbahn? Seit über 120 Jahren ist sie das Rückgrat des öffentlichen Nahverkehrs in unserer Stadt. Das soll nicht nur so bleiben, sondern wir wollen unsere Tram fit machen für das 21. Jahrhundert. Nicht nur neue Triebwagen gehören dazu, sondern auch ein bedarfsgerechter Ausbau des Streckennetzes. Wir werden nicht nur den Trassenausbau im südlichen Bahnhofsumfeld zum neuen Universitätsklinikum Carl Thiem voranbringen, sondern auch weitere Strecken, z.B. Richtung Einkaufspark Groß Gaglow und nach Kolkwitz prüfen. Im Hinblick auf das ergänzende Busnetz stehen wir einer Erweiterung des vorhandenen Netzes, wo dies sinnvolle Verbesserungen für die Bürgerinnen und Bürger bringt, offen gegenüber, aber auch Streckenoptimierungen können im Einzelfall einen Vorteil für das Gemeinwohl bedeuten. Dreh- und Angelpunkt sowie Schnittstelle zum schienengebundenen Personenverkehr ist für uns der Hauptbahnhof: Hier sollen die Cottbuserinnen und Cottbuser einfach von einem Verkehrsmittel in das andere wechseln und unvermeidbare Wartezeiten in einem angenehmen Ambiente verbringen können.
Fahrradstadt
Wir leben in einer Fahrradstadt – 24% aller Verkehre werden auf zwei Rädern zurückgelegt. Wir wollen Verkehrsentwicklung aus Sicht des Drahtesels denken. Fahrradparkhäuser z.B. am südlichen Ausgang des Hauptbahnhofs, Ost-/West- und Nord-/Süd-Verbindungen sind für uns ebenso selbstverständlich, wie funktionierende Beschilderungen ins und aus dem Zentrum zum Anschluss an das (über-)regionale Radwegenetz. Auch im Kleinen ist noch viel zu tun: Um Fahrradfahrer aller Altersgruppen zu schützen, werden wir das Radverkehrskonzept als wichtigen Baustein der Verkehrswende unterstützen, bauliche Mängel von Rad- und Fußwegen beseitigen und die Verkehrssicherheit an unfallträchtigen Kreuzungen erhöhen. Zur Fahrradfreundlichkeit gehört es aber auch, Ladesäulen für E Bikes an touristischen Hotspots zu schaffen und den entstehenden Ostsee Radrundweg mit innerstädtischen und regionalen Trassen zu vernetzen. Schließlich werden wir nicht nachlassen, dort wo Fußgänger und Radfahrer dauerhaft Verkehrswege gemeinsam nutzen, für Achtung und gegenseitige Rücksichtnahme zu werben. Aktionen der Stadtverwaltung, diese Flächen besonders zu kennzeichnen, unterstützen wir ausdrücklich. Bei dem Ausbau der Fußwege und Fahrradstrecken achten wir konsequent auf Barrierefreiheit.
Motorisierter Individualverkehr
Auch wenn es unser Ziel ist, die Innenstadt autoärmer zu gestalten, werden wir es weiterhin ermöglichen, dass zentrumsnah geparkt werden kann und ausreichend Ladestationen vorhanden sind. Wir werden die Infrastruktur maßvoll auf die Bedürfnisse der Energie- und Verkehrswende ausrichten und dabei versuchen, infrastrukturelle Defizite aufzuholen, ohne den Charakter unserer Stadt aufzugeben. Eine wachsende Stadt braucht leistungsfähige Straßen und Parkmöglichkeiten (z.B. am Universitätsklinikum), bei denen Konflikte mit anderen Verkehrsteilnehmern auf ein Minimum reduziert werden. Wir werden „Tempo 30“ auf konfliktträchtigen Straßen weiterhin als vorzugswürdig priorisieren und auf Straßen vor Schulen und Horten nach Möglichkeiten für eine sichere Querung durch die Schülerinnen und Schüler suchen.
Ruhender Verkehr braucht auch sichere Abstellorte. Die Bedürfnisse der Garagenbesitzer nehmen wir ernst.
Wir werden uns dafür stark machen, dass die Ortsumfahrung Cottbus mit dem 3. Bauabschnitt vollendet wird und somit auch die Ortsteile im Süden von Cottbus entlastet werden.
Zielgerichtete und sparsame Haushaltsführung ist auch nach der Sanierung des Cottbuser Haushaltes wichtiger Grundsatz, wir stehen für finanzielle Stabilität. Dazu gehört es, zukunftsweisende Projekte umzusetzen und die Stadtentwicklung voranzutreiben. Unsere wesentlichen Punkte sind hier:
1. Effiziente Ressourcennutzung, Ausgaben-Analyse und Projekt Priorisierung
2. Co-Finanzierung von Bundes- und Landesmitteln aus Förderprogrammen
3. Langfristige Planungen, geordnete Stadtentwicklung und zielgerichtete Investitionen
4. Transparenz und Bürgerbeteiligung, nachvollziehbare Entscheidungsprozesse
5. Prioritäten im Einklang mit den Bedürfnissen der Gemeinschaft
6. Innovation und Kreativität: gutes Haushalten und Innovation widersprechen sich nicht
Diese Ansprüche in der Stadtpolitik zu vereinen, gelingt mit den richtigen Strategien. Dann wird Cottbus/Chóśebuz langfristig wachsen und seine finanzielle Stabilität sichern.
Wir werden uns auf allen Ebenen dafür einsetzen, dass übertragene Aufgaben vollständig ausfinanziert werden.
Orts- und Stadtteile
Wir stärken offene Orte der Begegnung für Menschen aller Generationen. Die Ortsteil- und Gemeindezentren sind uns wichtig und diese werden wir stärken. Hier spielen Kinder, finden Eltern Entspannung, Ratsuchende bekommen Hilfe, engagieren sich Freiwillige und es gibt spannende Veranstaltungen von Cottbusern für Cottbuser. Konkrete Maßnahmen umfassen den Ausbau von Familienzentren, attraktive Angebote für Kinder nach der Schule, Stadtteilmanagement und Jugendraum. Allgemeine Maßnahmen umfassen Sozialarbeit in Kitas und Schulen, zugängliche Parkanlagen und Sportplätze.
Wir stehen zur Entscheidung der Stadt, die Stadtpromenade als kommunales Grundstück zu entwickeln und unterstützen den bereits laufenden Beteiligungs- und Diskussionsprozess im „Kommunalen Entwicklungsbeirat“.
Brachflächen und Ruinen wie beispielsweise die alte Kaufhalle am ehemaligen Mentana in Sandow stören die Lebensqualität. Städtebauliche Konzepte sollen realistische Nutzungen unter Beteiligung der Anwohnerinnen und Anwohner aufzeigen.
Stadtentwicklung
Den erfolgreichen Stadtumbau unterstützen wir mit der Maßgabe, dass
Cottbus/Chóśebuz kinder- und familienfreundlicher wird. Wir setzen auf qualitativ
Bei der Verbesserung der Wege für Fußgänger und Radfahrer haben Ortsverbindungen und wesentliche Achsen durch die Stadt Priorität. Weitere Fahrradstraßen stärken Cottbus/Chóśebuz als Fahrradstadt.
Der Cottbuser Ostsee wird mit allen Anrainern gestaltet. Unser Ziel ist eine attraktive Anbindung der Stadt an den See, die Verortung von Cottbus/Chóśebuz als Seestadt in der Zukunft mit einer wohnlichen, touristischen und gewerblichen Nutzung. Öffentliche Nutzung, gemeinschaftliche Entwicklung und privates Engagement sollen den Cottbuser Ostsee vorantreiben. Bei der Verbindung der großen Leuchtturm- und Zukunftsprojekte mit den Orts- und Stadtteilen und ins Umland legen wir Wert auf die Stärkung des ÖPNV mit Bus und Straßenbahn.
Stadtentwicklung
Den erfolgreichen Stadtumbau unterstützen wir mit der Maßgabe, dass Cottbus/Chóśebuz kinder- und familienfreundlicher wird. Wir setzen auf qualitativ hochwertige Mehrfamilienhäuser an Einzelstandorten, wie die Entwicklung am Spreebogen in Sandow, im Bereich Ostrow oder am alten Busbahnhof und nördlich des Bahnhofs bis zum Viehmarkt. Wir legen Wert auf maßvolle Verdichtung, lebenswerte und umweltfreundliche Wohnumfelder sowie Rücksicht auf Bürgerbelange. Unsere Ziele sind bezahlbare und barrierefreie kommunale Mietwohnungen und attraktive
Wohnlagen mit sozialer Durchmischung. Wir wollen die Spree erlebbarer machen und frei zugänglich halten.
Uns ist wichtig, dass Cottbus/Chóśebuz für alle Bürgerinnen und Bürger, Touristen sowie Nachwuchskräfte in Wissenschaft, Wirtschaft und Bildung attraktiv ist. Grundlage dafür ist eine gut funktionierende Stadtordnung. Die erfolgreiche Zusammenarbeit von Polizei und Ordnungsamt muss fortgesetzt werden – nicht nur in der Innenstadt, sondern auch in den Ortsteilen. Hierbei spielen Revierpolizisten und sogenannte „Quartiersläufer“ eine wichtige Rolle.
Weniger dunkle Ecken, mehr Streifen des Ordnungsamtes sollen die Bekämpfung von Kriminalität, insbesondere Diebstählen und Einbrüchen unterstützen. Sicherheit, Solidarität und ein harmonisches Zusammenleben sind unsere politischen Leitlinien, damit sich alle in Cottbus/Chóśebuz wohlfühlen können. Sauberkeit und die Pflege städtischer Anlagen sind uns dabei besonders wichtig. Dazu gehört auch, dass beispielsweise mit Parkanlagen sorgsam umgegangen wird.
Cottbuser Themen müssen in die Landes- und Bundesebene getragen werden, denn unsere Stadt ist Lebensort. Wo Bundes- und Landesentscheidungen unseren Lebens-, Wohn- oder Arbeitsort betreffen, nutzen wir alle Möglichkeiten, unsere Themen immer wieder deutlich zu machen. Wir handeln verlässlich und konsequent, insbesondere dann, wenn es um die Umsetzung von getroffenen Verabredungen geht.
Wir bleiben gute Nachbarn in der Lausitz. Wir pflegen die Beziehungen zu unseren Nachbargemeinden und benachbarten Landkreisen sowie zu unseren polnischen Freunden. Ein- und auspendelnde Beschäftigte, Besucher und Gäste nutzen die Region insgesamt als Lebensort. Wir unterstützen Zusammenarbeit und Partnerschaft der Institutionen sowie die gemeinsame Vorsorge. Wir treten für eine gemeinsam abgestimmte Wirtschaftsentwicklung in der Region ein.