Drei Jahrzehnte SPD AG 60plus in Brandenburg
Nach der Wiedergründung der SPD in Brandenburg in der politischen Wendezeit 1989 erfolgte ab 1994 der Aufbau der AG 60plus auf Landes- und Unterbezirksebene. Die sozialdemokratischen Seniorinnen und Senioren wählten damals Horst Uelze aus dem Landkreis Dahme-Spreewald zum ersten Landesvorsitzenden der Arbeitsgemeinschaft. Ihm folgte 2015 Martina Plischke aus Potsdam. Ab 2016 war Frank Kupferschmidt , ebenfalls aus Potsdam, als AG-Vorsitzender acht Jahre lang das Gesicht der Seniorinnen- und Seniorenorganisation. Zuletzt wurde am 26. Oktober 2024 Rolf Brunssen aus dem Landkreis Barnim zum Landesvorsitzenden der AG 60plus gewählt.
Wir sind in der SPD Brandenburg rund 2.400 Menschen im „60plus- Alter“. Viele davon sind in der Partei oder verbundenen zivilgesellschaftlichen Organisationen engagiert und setzen sich ehrenamtlich für das Wohl der Menschen in unseren Landkreisen, kreisfreien Städten und Gemeinden ein. Sie helfen dabei, deren Entwicklung vor Ort sozialdemokratisch zu begleiten.
Durch Anträge und Initiativen „von unten nach oben“ in Gremien und auf Parteitagen trägt die AG 60plus zur politischen Willensbildung innerhalb der SPD bei. In der Regel kommen wir jeden dritten Mittwoch im Monat um 11:00 Uhr im Regine-Hildebrandt-Haus in Potsdam zur (partei-)öffentlichen Landesvorstandssitzung zusammen.
Eine seniorengerechte Ausrichtung der Politik muss bereits in früheren Lebensphasen ansetzen, dynamisch sein und sich dabei die Erfahrungen und Fähigkeiten der älteren und alten Menschen zunutze machen. Menschen im Alter haben noch beträchtliche Potenziale die es zu erkennen und aufzugreifen gilt. Das betrifft die einzelnen Menschen selbst, damit sie sich so lange wie möglich ihre Selbstbestimmung im Sinne „guten Alterns“ erhalten können. Es betrifft auch die Gesellschaft insgesamt, die auf das Engagement der Älteren, zum Beispiel auf dem Gebiet des Ehrenamts oder als Kampagnenträger („Omas gegen rechts“) nicht verzichten kann.
So verstandene Seniorenpolitik ist nicht primär Sozial-, Gesundheits- oder Familienpolitik für Ältere, sondern versteht sich als Querschnittsaufgabe staatlicher Daseinsvorsorge insgesamt, die im Mittelpunkt des politischen Handelns stehen muss. Sie wirkt in viele andere Lebens- und Politikbereiche hinein, hat meist generationsübergreifende Auswirkungen und nimmt statt der speziellen Altersperspektive eine Lebensverlaufsperspektive ein.
Wir verstehen uns auch als Gedächtnis der Partei und möchten die Erfahrungen der Älteren in den politischen Prozess einbringen sowie deren Interessen vertreten und auch Menschen außerhalb unserer Partei für die sozialdemokratischen Grundwerte FREIHEIT, GERECHTIGKEIT und SOLIDARITÄT gewinnen.
Dies bedeutet für uns
• das Zukunftsbündnis der Generationen mit Leben zu erfüllen,
• die Einbindung der Älteren in die politischen Entscheidungsprozesse zu erleichtern,
• lebensbegleitende Bildung und Weiterbildung zu unterstützen, und
• die Zusammenarbeit und die Gemeinschaft der Demokratinnen und Demokraten zu fördern.
Unsere konkreten Ziele und Forderungen sind
• Langfristige Sicherung des derzeitigen Rentenniveaus von 48 Prozent
• Realisierung EINER allgemeinen Krankenversicherung (Bürgerversicherung) für ALLE
• Pflegevollversicherung, falls eine Bürgerversicherung (noch) nicht möglich ist
• Seniorenteilhabegesetz zur Stärkung der Mitwirkung von Älteren
• Mehr bezahlbare altersgerechte Wohnungen und barrierefreie Infrastruktur
• Mehr digitale Teilhabe von Älteren, jedoch Bekämpfung von Diskriminierung gegenüber denen, die es nicht schaffen (können/wollen), ein analoger Weg muss auf absehbare Zeit offenbleiben
• Kampf dem Rechtsextremismus, Rassismus und Antisemitismus
• Stärkung demokratischer Strukturen und Prozesse
LANDESVORSTAND DER AG 60PLUS IN BRANDENBURG (gewählt auf der Landeskonferenz am 26.10.2024)

Rolf Brunssen
Landesvorsitzender

Siegfried Schmauder
Stellvertretender Landesvorsitzender

Monika Schubert
Stellvertretende Landesvorsitzende

Joachim Born
Beisitzer

Kora Gouré Bi
Beisitzerin

Udo Hoffmann
Beisitzer

Christian Jensen
Beisitzer

Dr. Irmtraut Mecke
Beisitzerin

Kerstin Walter
Beisitzerin

Prof. Dr. Sieglinde Heppener
Ehrenmitglied
Die Landesvorstandsmitglieder sind auch eingebunden in lokale Organisationen und Netzwerke. Sie arbeiten dort zum Beispiel als sachkundige Einwohner, Stadtverordnete oder als Mitglieder in kommunalen Beiräten an der Verwirklichung seniorenpolitischer Ziele mit.
Regionale und lokale 60plus-Gruppen/Aktivitäten gibt es in vielen Landkreisen und kreisfreien Städten Brandenburgs. Hier eine Übersicht von Ansprechpersonen mit Kontaktdaten in den regionalen SPD-Geschäftsstellen:
BARNIM: michael.witt@spd.de
BRANDENBURG AN DER HAVEL: grit.schkölziger@spd.de
COTTBUS: katja.ladusch@spd.de
DAHME-SPREEWALD: wolff.lambert@spd.de
ELBE-ELSTER: kerstin.weide@spd.de
FRANKFURT (ODER): joerg.skibba@spd.de
HAVELLAND: soeren.drobniewski@spd.de
MÄRKISCH-ODERLAND: joerg.skibba@spd.de
OBERHAVEL: maike.ziemann@spd.de
OBERSPREEWALD-LAUSITZ: kerstin.weide@spd.de
ODER-SPREE: vincent.gebhardt@spd.de
OSTPRIGNITZ-RUPPIN: roman.blank@spd.de
POTSDAM: soeren.drobniewski@spd.de
POTSDAM-MITTELMARK: grit.schkölziger@spd.de
PRIGNITZ: roman.blank@spd.de
SPREE-NEIßE: katja.ladusch@spd.de
TELTOW-FLÄMING: tino.seliger@spd.de
UCKERMARK: michael.witt@spd.de
Wir freuen uns über Ihre Kontaktaufnahme!
Die AG 60PLUS IM BUND …
… ist eine der insgesamt 11 Arbeitsgemeinschaften innerhalb der SPD. Ihr gehören automatisch alle SPD-Mitglieder ab dem 60. Lebensjahr an. Eine formale Mitgliedschaft gibt es nicht. Darüber hinaus sind Nicht-Parteimitglieder und in der Seniorenarbeit Tätige, die das 60. Lebensjahr noch nicht erreicht haben, zur Mitarbeit eingeladen. Die AG SPD 60 plus arbeitet und beschließt eigenständig.
60 plus-Gliederungen gibt es auf allen Ebenen der SPD: im Ortsverein, im Unterbezirk bzw. Kreisverband, im Bezirk, auf Landesebene und schließlich auf Bundesebene. Die AG SPD 60 plus hat das Antrags- und Rederecht für den Parteitag auf der jeweiligen Ebene. Selbstverständlich können auch Kandidaten- und Wahlvorschläge eingebracht werden.
Beschlüsse und Wahlen für die Bundesebene der Arbeitsgemeinschaft SPD 60 plus werden beim Bundeskongress, der alle zwei Jahre stattfindet, getroffen. Stimmberechtigt sind die von den Landeverbänden und Bezirken gewählten Delegierten und die von der Bundeskonferenz gewählten Mitglieder des Bundesvorstandes. Dieser neunköpfige Vorstand leitet die Arbeitsgemeinschaft SPD 60 plus auf Bundesebene und setzt die Beschlüsse der Bundeskonferenz um. Dabei wird er vom Bundesausschuss unterstützt, der sich aus den VertreterInnen der Landesverbände und Bezirke zusammensetzt und das höchste Organ zwischen den Bundeskongressen ist.
AG 60PLUS IN OSTDEUTSCHLAND
Die in den östlichen Bundesländern nach wie vor existierenden wirtschafts- und sozialpolitischen Unterschiede sowie spezifische Themen und Herausforderungen machen eine engere Abstimmung und Zusammenarbeit der AG 60plus-Gliederungen von Berlin, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen erforderlich. Zu diesem Zweck kommen die Vorsitzenden dieser sechs Landesverbände regelmäßig zur sogenannten AG SPD 60plus OST zusammen, um gemeinsame Themen, Initiativen und Projekte zu besprechen und zu koordinieren. Mit dieser Plattform verschaffen wir den älteren Menschen in Ostdeutschland mehr Aufmerksamkeit.